Warum wir die Entscheidung zum geplanten Gewerbegebiet "Steinkr├╝ger Koppel" mittragen?
geschrieben von Johann Abrams am 07.03.2022, 10:07 Uhr


„Braucht Büchen die Entwicklung weiterer Gewerbeflächen? Das ist die Frage, der sich auch wir Büchener Sozialdemokraten gestellt haben und innerparteilich intensiv und kontrovers diskutiert haben“, so Thomas Gladbach, Fraktionsvorsitzender der SPD. „Nicht zuletzt spricht besonders die Flächenversiegelung bei immer knapper werdenden Ressourcen dagegen. Zudem war es auch der Antrag der SPD über diese Gewerbegebietsentwicklung erst nach Beendigung der Fortschreibung des Ortsentwicklungskonzeptes zu entscheiden.


Trotzdem haben wir uns im letzten Bau-, Wege- und Umweltausschuss und der Gemeindevertretung für die Entwicklung eines Teils der Steinkrüger Koppel als Gewerbegebiet ausgesprochen. Unsere Entscheidung ist stark darin begründet, dass es in Büchen innerörtlichen Bedarf zur Neuansiedlung und Umsiedlung gibt.


Wir setzen uns mit unserer Entscheidung dafür ein,dass Arbeitsplätze vor Ort erhalten bleiben und auch entstehen können und geben mit dem Beschluss im Hauptausschuss Büchener Firmen den Vorrang zur Ansiedlung. Es gibt keine alternativen Flächen, die für eine gewerbliche Entwicklung zur Verfügung stehen.


Die Fläche, die jetzt beplant wird, wurde im Vergleich zur ersten Vorstellung der Planungskarten auf Vorschlag der SPD deutlich verkleinert. Inzwischen sind die erarbeiteten Pläne zur Fortschreibung des Ortsentwicklungskonzeptes nach Auswertung der Bürgereingaben und Diskussion im Hauptausschuss der Öffentlichkeit im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt worden. Somit hat das Konzept für uns einen Stand an dem dringend benötigte Gewerbeflächen per Beschluss weiter entwickelt werden sollten.


Die nun beschlossene Gewerbefläche begrenzt sich auf den hälftigen Teil der Steinkrüger Koppel und es gibt keine weitere Ausweisung von Gewerbeflächen westlich der Steinau. Im Rahmen der Planungen ist auch die Fortführung der wichtigen Steinaurenaturierung integriert. Auch weitere ökologische Ausgleichsmaßnahmen werden auf der Gewerbefläche umgesetzt, wie z.B Knickanlagen. Die Fläche wird also durch die Maßnahme in Teilen ökologisch aufgewertet, dies auch im Hinblick darauf, dass die Fläche aktuell und auch schon seit vielen Jahren zum Maisanbau genutzt wird. Ein besonderes Augenmerk soll im Bebauungsplanes die Nachhaltigkeit erhalten, so dass wirklich ein zukunftsweisendes und nachhaltiges Gewerbegebiet in Büchen entsteht. Das sind zusammengefasst unsere Beweggründe diese Fläche als Gewerbegebietbauszuweisen und es gibt im Falle einer Gewerbeumsiedlung die Chance, die freiwerdenden Flächen je nach Lage zu Wohn- und/oder Einzelhandelsflächen umzugestalten.“


Thomas Gladbach, Fraktiosnvorsitzender SPD Büchen


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